
Mittwoch, 26. November 2025
„Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken, denn er ist treu, der sie verheißen hat.“ Hebräer 10, 23
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagen Leute in eher hoffnungslosen Situationen, wenn alle vermeintlichen „Sicherheiten“ wegbrechen. Wenn kein Erfolg in Aussicht ist, wenn nichts so funktioniert, wie wir das geplant hatten. Dann wieder gibt es „Hoffnungshäuser“, Aktionen und Organisationen mit „Hoffnung“ im Namen und jede Menge Bücher zum Thema Hoffnung.
Es scheint, wir Menschen brauchen Hoffnung wie die Luft zum Leben. Bilder von hoffnungslosen Situationen oder hoffnungslosen Menschen nehmen uns den Atem, es wird dunkler in uns und um uns herum.
Woher also nehmen wir diese Hoffnung? Wie können wir sicher sein, dass sie tatsächlich hält und nicht verlöscht, wenn ein heftiger Sturm kommt?
Und worauf hoffen wir überhaupt? Auf gute Gesundheit, ein langes Leben, einen sicheren Job, den Traumpartner oder die Traumpartnerin, eine sichere Rente…? Das ist alles nicht schlecht, nur vielleicht ein bisschen kurz gegriffen.
Die Hoffnung, von der unser Text oben spricht, geht weit über dieses Leben hinaus. Hier geht es um ewiges Leben, ein Leben in der Gegenwart des heiligen Gottes, das nur möglich wird, wenn wir absolut rein und sündlos sind. Und das wäre tatsächlich ein hoffnungsloses Unterfangen, wenn Jesus selbst es nicht möglich gemacht hätte. Wir könnten aus eigener Anstrengung niemals so schuldlos werden, dass wir auch nur daran denken dürften, mit Gott Gemeinschaft zu haben. Aber: „…das Blut von Jesus hat uns den Weg geöffnet. Das ist der neue, lebendige Weg durch den Vorhang, den Christus durch seinen Tod für uns eröffnet hat.“ (V. 19 – 20, Neues Leben)
Als Jesus am Kreuz starb, riss der Vorhang im Tempel von oben nach unten durch (s. z.B. Markus 15, 38). Der Weg in den allerheiligsten Bereich war frei für jedermann, nicht mehr nur den Hohepriester. Das gilt auch noch für uns heute. Wenn ich Jesu Opfer für mich in Anspruch nehme, also anerkenne, dass er meine Schuld getilgt hat, ist der Weg frei zu einem Leben in Gottes Gegenwart – und das nicht erst im Himmel, sondern schon heute.
Und weil das Versprechen dieser Hoffnung nicht von Menschen kommt, nicht von Verträgen, Versicherungen oder Bankkonten, sondern vom Allmächtigen Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde; deshalb können wir darauf vertrauen, dass er es hält, „denn er ist treu, der sie verheißen hat“ (s.o.).
Bekennen wir sie also mutig und unverdrossen, diese Hoffnung, die Gott selbst uns gibt. Verbreiten wir sie durch unser Leben, unser Reden und Tun, und setzen ein Zeichen gegen die Hoffnungslosigkeit, die versucht, sich überall breitzumachen.
Cornelia Letting
„Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet, standhaft in aller Bedrängnis. Macht einander Mut, ladet gerne Gäste ein. Zeigt es allen, dass Jesus sie liebt.“ (Diethelm Strauch)
Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.
