Cornelias Mittwochsbrief, 17. Juni 2026

„Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.“ 1.Timotheus 4,10

Tagaus tagein bekommen wir gesagt, worauf wir unsere Hoffnung setzen sollen: das Ende des Irankriegs, Steuersenkungen, Mietpreisdeckel; Beauty-Produkte für sie und ihn, Tabletten für und gegen alles Mögliche und Versicherungen für jeden Fall …
Auch innerhalb der Kirche Christi sind wir davor nicht gefeit. Wir sollen dieses tun oder jenes lassen, nur so kann man selig werden, die anderen (Denominationen) haben das noch nicht verstanden. Leider werden diese Hoffnungen alle früher oder später enttäuscht werden, sie werden in sich zusammenfallen, weil sie kein Fundament haben.

Paulus warnt seinen jungen Mitarbeiter Timotheus davor, sich in all diesen „Drum-herums“ zu verlieren und bringt ihn zurück zum Kern der Sache: „Wir arbeiten hart und leiden dabei viel, denn unsere Hoffnung ist der lebendige Gott. Er ist der Erlöser aller Menschen, insbesondere der Gläubigen.“ So der ganze Vers nach der Übersetzung Neues Leben.
Der lebendige Gott ist die einzige Hoffnung, die niemals sterben wird, Jesus Christus ist der Erlöser aller Menschen. Wenn wir auf ihn vertrauen, werden wir durch alle harte Arbeit und alles Leiden hindurchkommen und in Ewigkeit mit ihm leben.
Auf diesem Fundament für unseren Glauben können wir fest stehen und dann bei allem anderen entscheiden, ob es wirklich wichtig ist oder nicht.

Warum schreibt Paulus wohl „besonders der Gläubigen“? Geht es dabei um ein Ausschlussverfahren, um „uns“ und „die anderen“?
Ich glaube nicht. Jesus ist der Heiland aller Menschen, das steht hier und an vielen anderen Stellen in der Bibel ziemlich deutlich. Und wir müssen – oder können – nichts dafür tun, um uns das zu verdienen oder zu erarbeiten. Es ist ein Geschenk, aber ein Geschenk erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn man es annimmt. Als Gläubige haben wir dieses Gottesgeschenk angenommen und können uns an der Hoffnung freuen, die damit einher geht.

Arbeiten wir darauf hin, dass noch viele andere Menschen es annehmen und sich mit uns freuen können, denn Gott möchte, „dass jeder gerettet wird und die Wahrheit erkennt“ (Kap. 2, 4, NL).

Cornelia Letting

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Johannes 3, 16; NL)) Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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Cornelias Mittwochsbrief, 10. Juni 2026

„Jesus sprach zu ihnen: Wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Johannes 6,35

„Jesus erwiderte: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie wieder hungern. Wer an mich glaubt, wird nie wieder Durst haben.“ So lautet der ganze Vers 35 (Neues Leben).
Wasser und Brot – nicht gerade das, was wir uns unter einem erfüllten Leben vorstellen. Wasser und Brot ist für Leute, denen sämtliche Privilegien entzogen werden, die bestraft werden sollen, oder für die, die sich gar nichts anderes leisten können.

Unsere Zentrale in Haiger liegt direkt neben dem Aldi. Ich kann also Wasser aufsetzen und dann noch eben die Nudeln holen. Da gibt es dann 15 verschiedene Sorten, außerdem allerlei Soßen dazu, Käse in Hülle und Fülle und Salat oder Gemüse, ein bisschen gesund solls ja auch sein.

In Kenya fahre ich für den gleichen Einkauf 80 km, knapp zwei Stunden eine Richtung. Aber auch in Kisumu finde ich dann Supermärkte mit überwältigendem Angebot, muss mich entscheiden zwischen all den Marken und Sorten.

Jesus sagt nicht, „Ich bin die Springforelle mit Mandelkernsoße,“ oder „Ich bin das Vollkornrisotto“; er sagt auch nicht, „Ich bin der Chateauneuf“, oder „Ich bin der beste Multivitaminsaft“.
Jesus sagt: „Ich bin das Brot der Welt“, und „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, der wird niemals mehr Durst haben.“ (Kap. 4,14; NL)
Brot und Wasser, die grundlegendsten aller Nahrungsmittel, etwas, das man nicht mal Gefangenen oder Feinden verwehrt. Jesus will also für uns nicht das „Sahnehäubchen“ sein, nicht der Nachtisch nach einem eh schon üppigen Essen. Er ist das Grundlegendste, das, was wir zum Leben brauchen. Und das gilt sowohl für unser leibliches als auch für unser geistliches Wohl.
Wer mich kennt weiß jetzt, dass ich sehr gerne lecker esse… Und ich denke nicht, dass wir nicht genießen dürfen, was uns geschenkt wird. Aber vielleicht ist es gut, sich nicht zu sehr darauf zu konzentrieren, nicht zu viel Zeit und Energie darauf zu verwenden, dass das Essen absolut perfekt wird, sondern sich zu freuen an dem, was wir haben.
Ebenso in unserem geistlichen Leben: vielleicht ist es gut, nicht zu viel Zeit und Energie darauf zu verwenden, dass unsere Gottesdienste noch besonderer werden, wir noch ausgeklügeltere Formen der Verkündigung finden, noch perfekteren Lobpreis bieten. Lassen wir uns Gottes Wort ganz unverziert auf der Zunge zergehen, loben und preisen wir ihn direkt aus unseren Herzen heraus.
Vielleicht brauch ich nicht die perfekten Umstände, um Zeit mit Jesus zu verbringen, vielleicht geht das auch mal beim Geschirr spülen oder Rasen mähen, solange ich es mit ihm zusammen tue.

Ich wünsche uns, dass wir uns auf das Wesentliche besinnen, Brot und Wasser, für Leib und Seele, das, was Jesus uns gibt: „Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn traut!“ (Psalm 34,8)

Cornelia Letting

Himmlischer Vater, es macht Spaß, Dinge besonders und schön zu gestalten. Vom Essen bis zur Wohnzimmerdeko, von unserer persönlichen Zeit mit Dir bis zu unseren Gottesdiensten. Leider verlieren wir uns manchmal sehr in den Details. Wir nehmen die Äußerlichkeiten zu wichtig und vergessen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren – die Gemeinschaft mit Dir. Bitte hilf uns, die Balance zu finden. Schönheit zu genießen, die Du uns geschenkt hast, und dabei immer das „Brot und Wasser“ des Lebens herauszuschmecken – Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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„Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt“ – Pfarrerin Marie Freys Predigt zu Jeremia 17,5-8 beim Waldgottesdienst an Fronleichnam

Predigt zu Jeremia 17,5-8 beim Waldgottesdienst an Fronleichnam

Von Pfarrerin Marie Frey

Gnade sei mit euch und Frieden von dem, der da war, der ist und der da kommt. Amen

Es tut gut im Wald zu sein. Blätterrauschen. Das Licht, das durch die Äste fällt. Da gibt es ganz junge Sprösslinge um uns herum, Bäume, voller Saft und Kraft, mittelalte Bäume in den 50-ern, es gibt alte Bäume, kranke Bäume. Ein jeder Baum hat seine Geschichte. Sie schlagen Wurzeln, wachsen, tragen Früchte.

Unter Bäumen halten wir uns gerne auf. Im Sommer ist es angenehm kühl, bei Regen schützt uns das Blätterdach. Manch einer von Ihnen hat vielleicht auch einen Obstbaum bei sich im Garten, bald schon können wir die ersten Kirschen, Zwetschgen, Birnen und Äpfel ernten. Doch, damit so ein Baum Frucht bringen kann, braucht er starke Wurzeln und eine Wasserquelle, die ihn ernährt. Und für uns Menschen gilt das ebenso. Davon erzählt unser heutiger Predigttext aus dem Jeremiabuch, Kapitel 17:

5 So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom HERRN.
6 Der ist wie ein Strauch in der Wüste und wird nicht sehen das Gute, das kommt, sondern er wird bleiben in der Dürre der Wüste, im unfruchtbaren Lande, wo niemand wohnt.
7 Gesegnet ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.

Zwei Menschen werden hier gegenübergestellt. Der eine verflucht, der andere gesegnet. Der eine führt ein Wüstenleben, der andere ein Leben, das ohne Ende Frucht bringt. Das klingt ganz schön drastisch.

Und doch glaube ich, dass da eine tiefe Weisheit drinsteckt in dieser Gegenüberstellung. Da ist ein Mensch, der sich auf Menschen verlässt statt auf Gott. Was das heißt wird gleich danach erklärt. Er hält Fleisch für seinen Arm. Er zieht seine Kraft für all sein Schaffen, sein Tun aus „Fleisch“. Aus Vergänglichem. Man könnte vielleicht sagen, das ist einer, der sich vor allem auf sich selbst verlässt, auf das, was er sehen kann. Bloß sich keine Luftschlösser erträumen. Lieber ein solides Leben leben.

Was beobachtet Jeremia, Gottes Botschafter, wenn er auf das Leben eines solchen Menschen blickt? Aus Jeremias Perspektive ist dieser Mensch wie ein Strauch in der Wüste. In Dürre und Einsamkeit. Mehr Dornen als Blätter.

Ein Mensch, der sich auf Menschen, auf sich selbst statt auf Gott verlässt, der ist wie ein vertrockneter Strauch in der Wüste. Verloren, mit Wurzeln, die keinen Halt und kein Wasser finden. Mit Wurzeln, die in trockenem Boden nach Leben suchen. Ein Mensch, der vertrocknet ohne Lebenselixier. Ohne Sinn.

Aber stimmt das wirklich? Ist jeder Mensch ohne Glauben ein vertrockneter Strauch? So einfach scheint es mir nicht zu sein. Und gerade, wenn ich in mein Umfeld schaue, kann ich das selbst so nicht bestätigen. Ich habe viele Freundinnen und Freunde, Familienmitglieder, denen nichts fehlt, ohne Gott. Sie führen ein gutes Leben. Verlassen sich auf irdische Güter: Freundschaft, Familie, Hausbau. Das erfüllt sie. Meinem Glauben begegnen sie nicht unbedingt mit Argwohn, vielmehr eher neutral oder mit keinem besonderen Interesse.

Vielleicht hilft uns ein Blick darauf, wer hier spricht. Es ist Gott selbst, der hier redet, im Munde von Jeremia. Er redet hier davon, wie es sein kann, ein Leben mit ihm. Er lenkt unseren Blick auf das, was wir gewinnen, wenn wir es wagen, mit ihm in Beziehung zu treten. Welche Tiefe unser Leben bekommen kann, wenn wir unsere Wurzeln hin zur göttlichen Quelle ausstrecken.

Es ist ein Angebot von Gott selbst. Ein verlockendes noch dazu. Er malt es uns bildreich aus:

Die Wasserquelle Gottes versiegt nicht. Sie bleibt auch bei Dürre bestehen. Sie bleibt, auch wenn es uns mal schwer fällt, sie zu finden. Wenn die Gesundheit da ist, die Arbeit gelingt, die Beziehungen tragen, dann scheint vieles selbstverständlich. Doch wenn eine Krise kommt, wenn ein Mensch, den wir lieben, schwer krank wird, wenn Sorgen uns den Schlaf rauben oder wenn Zukunftsängste uns bedrängen, dann stellt sich die Frage neu: Was trägt mich? Woher bekomme ich neue Energie.

Gottes Quelle tränkt uns, schenkt Kraft zum Leben, wenn wir sie gerade selbst nicht habe und stillt die Sehnsucht. Sie lässt uns aufrecht stehen, hilft uns, uns aufzurichten und Rückgrat zu zeigen. Wie ein Baum, der sich der Sonne entgegenstreckt.

Mit Gottes Kraft können wir heilen, wenn wir Kratzer und Wunden zugefügt bekommen. Oft passiert das nicht mit lautem Getöse, sondern eher leise. Ein Bibelwort, das Kraft gibt. Ein Lied, das Trost schenkt. Ein Gebet, für das eigentlich keine Worte mehr sind. Ein Mensch, durch den Gott uns zeigt: „Du bist nicht allein.“

Denn wenn wir uns hier umschauen, sehen wir nicht einen einzelnen Baum, sondern einen ganzen Wald. Große und kleine Bäume, junge und alte. Jeder steht für sich. Und doch bilden sie gemeinsam etwas Größeres. Erst zusammen entsteht ein Wald. Zusammen können sie Schatten spenden, für ein gutes Klima sorgen. In China und auch an anderen Orten der Welt, werden sogar Bäume gepflanzt, um die Wüste zurückzudrängen. Der Boden wird durch die Bäume wieder fruchtbarer und befeuchtet und ein neuer Lebensraum entsteht.

Wir sind können auch wir immer wieder  zusammenstehen, uns erinnern an unsere göttliche Quelle. Zusammen haben wir vielleicht den Mut anderen Menschen, die auf der Suche sind nach neuen Wurzeln, erzählen, aus welcher Quelle wir Kraft schöpfen. Gottes Kraftquelle sorgt dafür, dass wir Frucht bringen und damit anderen eine Freude machen, Gutes tun.

Vielleicht ist diese Frucht nach einem Streit den ersten Schritt zu machen. Vielleicht Trost, den wir weitergeben können, weil wir selbst getröstet wurden. Vielleicht ist es der Glaube daran, dass Gott diese Welt nicht allein lässt in all ihren Krisen.

Denn wie schön ist es doch, sich nicht selbst mit all dem versorgen zu müssen. Gesegnet ist der Mensch, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.

Auch unser Leben wird nicht vor der Dürre bewahrt. Auch der Baum am Wasser kennt heiße Sommer. Auch wir erleben Krankheit, Enttäuschung, Verlust und Zweifel. Der Unterschied liegt darin, dass wir in der Dürre nicht allein bleiben.

Mit Gott an der Seite geht der Blick weg von der Dürre, weg von Krisen und Wüstenzeiten, hin auf Gott selbst.

Wenn wir nachher auseinandergehen, bleiben die Bäume hier stehen. Sie werden weiter ihre Wurzeln ausstrecken. Sie werden Sonne und Regen erleben. Manche Jahre werden leicht sein, andere trocken. Und doch leben sie aus der Quelle, die sie nährt. So auch wir. Aus der Quelle, die nie versiegt. Der Quelle, die trägt. Amen.

Cornelias Mittwochsbrief, 27. Mai 2026

„Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt.“ Lukas 7, 22

Aufheben oder wegwerfen, bewahren oder abschaffen – für beides gibt es starke Verfechter quer durch Gesellschaftsschichten, Familien und interkulturelle Teams wie Diguna. Unsere Kenyaner heben gern alles Mögliche auf, man könnte es ja nochmal verwenden – vielleicht. Dann kommen junge deutsche Kurzzeitler und meinen als erstes, man müsste mal gründlich entrümpeln und ausräumen…
Auch mit den beiden Testamenten der Bibel geht es so: manche meinen, wir hätten jetzt ein neues Testament und bräuchten das alte nicht mehr. Andere vertiefen sich lieber in den alten Geschichten und Weisheiten und übersehen, dass Gott durch Jesus einen neuen Bund mit uns geschlossen hat.

Johannes der Täufer ist im Gefängnis und (ver-)zweifelt. Er weiß nicht mehr, was richtig ist und lässt bei Jesus nachfragen, ob er denn wirklich der lang ersehnte Messias sei (V. 19). Und Jesus? Er fängt nicht an, sich zu rechtfertigen oder zu beweisen, er fühlt sich nicht beleidigt ob solcher Zweifel an seiner Person. Er sagt den Jüngern von Johannes nur, was schon im Alten Testament über ihn geschrieben steht, und was sich gerade jetzt vor ihren Augen erfüllt (V. 21). Im Buch des Propheten Jesaja gibt es mehrere Stellen, an denen genau diese Dinge vorausgesagt werden (vgl. z.B. Jesaja, Kapitel 35 oder 42). Johannes hat die Stellen auf jeden Fall gekannt – er hat nur die Verbindung nicht hergestellt.
Auch den Jüngern von Jesus geht es später noch so. Sie hätten vieles von dem, was passieren musste, schon wissen können aus den Alten Schriften, erkannten das aber erst im Nachhinein. Wie oft passiert mir das? Ich kenne doch Gottes Wort, zumindest etwas, und doch denke ich oft nicht an seine Versprechen – oder seine Warnungen.

Jon Courson hat gesagt, für jedes Prinzip, das uns im Neuen Testament gelehrt wird, gibt es eine passende Geschichte im Alten Testament. Also muss es vielleicht gar nicht „entweder – oder“ sein. Ich finde es faszinierend, wie oft tatsächlich eine Verbindung zwischen dem Alten und dem Neuen Testament hergestellt werden kann. Nicht unbedingt von mir, aber von Leuten, die sich damit auseinandersetzen. Greifen wir hinein in diesen Schatz, den Alten und den Neuen – schöpfen wir aus der Fülle – dafür hat Gott ihn uns gegeben.

Cornelia Letting

„Dass Dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt und Dein Geist in meinem Leben gute Früchte trägt, Deine Kraft durch mich die Welt zu Deinem Ziel bewegt – Herr, Du kannst dies Wunder tun.“ (Theo Lehmann) Amen.

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Cornelias Mittwochsbrief, 27. Mai 2026

„HERR, wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich, der so herrlich und heilig ist, schrecklich, löblich und wundertätig?“ 2. Mose 15, 11

Ein Siegeslied – so lautet der Titel zu unserer Losung und den Versen drum herum. Die Israeliten waren sicher und trocken durch das Meer gekommen, die Ägypter in den Fluten ertrunken. So singen Mose und das Volk Gott spontan ein Lied – toll, wenn man sowas kann…
Sie preisen ihn und danken ihm für das Wunder, das sie gerade erlebt haben. 18 Verse lang klingt es ungefähr so: „Wir wollen dem HERRN singen, denn er ist hoch erhaben. … Der HERR ist ein mächtiger Krieger; HERR ist sein Name. Der HERR ist König immer und ewig!“ (s. 15, 1 – 18; Neues Leben)

Interessant ist, dass noch im Kapitel vorher die Israeliten völlig verzweifelt waren. Sie standen zwischen dem ägyptischen Heer und dem Meer und wussten nicht ein noch aus. Sie jammerten und beschimpften Mose, keine Spur von Vertrauen in den wundertätigen und heiligen Gott. (s. 14, 10 ff.)
Und auch in den Versen nach dem Siegeslied kommen wieder die Zweifel hoch, weil das Wasser, das sie finden, bitter ist (s. 15, 22 ff). Wieder beschwert sich das Volk, vergessen ist der Lobgesang von vorher.

Die Versuchung ist groß, sich über das Volk Israel auszulassen, über ihre Unbeständigkeit und ihr kurzes Gedächtnis zu urteilen.
Aber wie sieht es denn in unserem Leben aus? Haben wir nicht auch diese Höhen und Tiefen, Zweifel und Angst wechseln sich ab mit Freude und Lob? Gerade noch danke ich Gott für etwas, das er wunderbar gemacht hat, nur um mir im nächsten Moment doch wieder Sorgen zu machen. Und schon kurz darauf juble ich wieder, weil ich Gottes Treue erfahren habe.

Vielleicht ist das so in unserem Leben, oder? Vielleicht lösen sich Hochs und Tiefs gegenseitig ab, vielleicht können wir nicht immer nur singen und jubeln, sondern haben Zeiten von Angst und Verzweiflung.
Und vielleicht ist es einfach nur wichtig und gut, zwischen den Sorgenzeiten die Jubelzeiten nicht zu vergessen. Das kann helfen, nicht im Sumpf der Probleme zu versinken, sondern sich ganz bewusst auf Gott auszurichten und die kleinen und großen Wunder zu bestaunen, die er auch heute noch tut.

Cornelia Letting

Himmlischer Vater, heute danke ich Dir wieder einmal für Deine Liebe und Geduld, Deine Güte und Treue. Wie schnell bin ich abgelenkt davon, sobald ein kleines oder großes Problem auftaucht, wie schnell sehe ich nur die hohen Wellen, die mich fast überrollen, und nicht mehr Dich. Danke, dass Du mich besonders in diesen Zeiten festhältst, danke, dass es zwischendurch auch immer wieder Zeiten von Jubel und Siegesliedern geben darf. Amen.

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Cornelias Mittwochsbrief, 20. Mai 2026

„Die Jünger zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.“ Markus 16, 20

„Nach den ältesten Textzeugen endet das Markus-Evangelium mit Vers 8. Die Verse 9 – 20 sind im 2. Jahrhundert hinzugefügt worden, …“ – so heißt es in einer Fußnote der Lutherbibel.
Wie froh bin ich, dass jemand die letzten 12 Verse doch noch drin haben wollte, wir hätten echt was verpasst. Und ich rede dabei nicht von den verschiedenen Begegnungen der Jünger mit Jesus nach der Auferstehung. Auch nicht vom sogenannten Missionsbefehl in den Versen 15 – 16, die wir in der Vorbereitung auf unseren Dienst auswendig lernen mussten… Nicht mal die Auferstehung selbst ist, was mich so beeindruckt – obwohl sie für mein Leben wirklich sehr wichtig ist.
Den tollsten Vers finde ich den 2. Text unserer heutigen Losung – und das weiß ich erst, seit ich ihn gelesen hab, um dazu etwas zu schreiben. Da steht, dass die Jünger nach Jesu Himmelfahrt überall Gottes Wort verbreitet haben. Und jetzt kommt’s: „Und der Herr wirkte mit ihnen…“ (Hervorhebung von mir). Er hat sie also nicht einfach an die Arbeit geschickt und sich in den Himmel verabschiedet. Er wirkte mit ihnen – und ich behaupte, das tut er heute immer noch. Er wirkt mit allen, die in Worten und Taten und mit ihrem ganzen Leben sein Wort verbreiten.
Und noch immer bekräftigt unser Herr sein Wort durch „mitfolgende Zeichen“: Menschen hören zum ersten Mal, dass sie geliebt sind; neue Hoffnung findet Wege aus der Ausweglosigkeit; es gibt Heilung, seelisch und körperlich; Menschen finden Frieden in ihren Herzen trotz aller Widrigkeiten – kleine und große Wunder geschehen.

Zu wissen, dass Jesus ganz praktisch mit uns zusammenarbeitet – gibt das nicht neuen Mut und neue Motivation?
Packen wir’s an, oder bleiben wir dran – und staunen wir, was wir mit Gottes Hilfe alles bewirken können, im Kleinen und im Großen.

Cornelia Letting

Herr Jesus, wie gut es tut zu lesen, dass Du nicht nur in meinem Leben anwesend bist, mich nicht irgendwie aus der Ferne führst und leitest. Sondern dass Du ganz praktisch mit mir zusammenarbeitest, wenn ich Menschen um mich herum für Dich begeistern will. Hilf mir und uns allen, die in Deinem Dienst stehen, dass wir uns nicht zu sehr auf die „mitfolgenden Zeichen“ konzentrieren. Sondern darauf, Dein Wort verständlich und klar an andere weiterzugeben, damit sie sich entscheiden können, ob sie mit uns zusammen Dir folgen wollen. Amen

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Cornelias Mittwochsbrief, 13. Mai 2026

„Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.“ Lukas 23, 46

Es wird viel gestorben um mich herum. Vor allem in Kenya, wo die medizinische Versorgung noch nicht so fortgeschritten ist. Da stirbt ein Zweijähriger an einer Lungenentzündung, weil kein Sauerstoff da ist. Viele erwischt der Krebs, nur wenige können geheilt werden. Viele alte Menschen sterben auch nach einem langen Leben – mit oder ohne Krankheit am Schluss. Oft ist es dann gar eine Erlösung, wenn jemand endlich gehen darf.
Aber auch hier in Deutschland schreitet die Zeit voran. Ehemalige Lehrerinnen und Lehrer, Gemeindemitglieder, Eltern von Freunden – ich bin in einem Alter, in dem die Generation über mir sich nach und nach verabschiedet.

Wie gehen wir damit um? Wie bereiten wir uns auf diesen Abschnitt unseres Lebens vor? Tun wir es überhaupt, oder tun wir eher alles, um jung, fit und gesund zu bleiben? Das Ende so lange wie möglich hinauszuzögern oder gar „abzuschaffen“? Lassen wir uns lieber einfrieren in diesem Leben als uns auf das nächste zu freuen?
Denn das ist für uns Christen doch klar: der Tod hat schon lange nicht mehr das letzte Wort. Sterben ist für uns nicht das Ende, sondern nur ein Schritt zu einem neuen Anfang hin. Dem Anfang eines Lebens mit dem dreieinigen Gott, das kein Ende mehr haben muss.
Der Weg dahin mag schwierig sein, für manche zu schwierig, um ihn durchzustehen. Jesus sagt: „In der Welt habt ihr Angst…“ (Johannes 16, 33). Das ist so, und gerade zum Ende hin vermutlich nochmal schlimmer als sonst schon. Doch Jesus sagt auch: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28, 20) Und er wäre nicht Jesus, wenn der Vers aus Johannes kein „aber“ hätte: „…aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

Ich wünsche uns allen, dass wir uns nicht mit allen Mitteln bis zum Schluss abkämpfen müssen und diesen Kampf dann doch „verlieren“. Sondern dass wir, wenn es so weit ist, mit Jesus sagen können: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.

Cornelia Letting

Jesus, Du hast uns nicht nur gezeigt, wie ein Leben mit Gott aussehen kann, sondern auch, wie wir das Sterben meistern können. Du hast gelitten bis zum Schluss, warst verraten, verlassen und verletzt. Doch Du hast Dich fest an Deinen Vater, gehalten, selbst als er Dich ebenfalls verlassen musste. Du hast ihm Deinen Geist überlassen und Er konnte Dich durch den Tod zum ewigen Leben auferwecken. Damit hast Du auch für uns die Tür zum ewigen Leben aufgeschlossen und wir können uns darauf freuen, die Ewigkeit mit Dir zu verbringen. Danke, dass wir den schwierigen Schritt von einem Leben zum andern nicht allein gehen müssen wie Du. Danke für Deinen Trost und Deine Hilfe gerade in den schwersten Stunden. Amen

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Cornelias Mittwochsbrief, 6. Mai 2026

„Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt.“ Hebräer 5, 7

Ich kann mir das nur schwer vorstellen, dass Jesus mit lautem Schreien und unter Tränen zu seinem Vater gefleht hat – bis zu dem Moment im Garten kurz vor seinem Tod.
Ob er wohl vorher schon solche Zeiten hatte, wo er verzweifelt und weinend mit Gott gerungen hat? Bei all den Geschichten, die er „in den Tagen seines irdischen Lebens“ erlebt hat, wäre das nur allzu verständlich, oder?
Wir erfahren nicht sehr viel darüber, was oder wie Jesus mit seinem Vater gesprochen hat, wenn er alleine war. Aber wenn ich so drüber nachdenke, war es vermutlich nicht immer nur wohl formuliert und ausgeglichen.
Jesus war ein Mensch wie „du und ich“, mit allen Emotionen, Schwierigkeiten, Höhen und Tiefen, die wir auch mitmachen im Lauf unseres Lebens. Er hatte Kämpfe auszutragen, mit sich selbst und anderen. Das alles konnte er aushalten, weil er in sehr enger Verbindung zu Gott stand und ihn „in Ehren hielt“.

Und das ist vielleicht der Knackpunkt an dem Ganzen: es kommt nicht so sehr darauf an, wie wohl formuliert meine Gebete sind, oder zu welchem Zeitpunkt ich sie spreche. – In Kenya sind viele Christen zum Beispiel davon überzeugt, dass es wichtig ist, mitten in der Nacht aufzustehen und zu beten. –
Es ist auch nicht wichtig, ob ich laut oder leise bete, in welcher Sprache oder an welchem Ort. Wichtig ist die Verbindung zu Gott und der Gehorsam, der daraus entsteht.
Ich finde es tröstlich zu wissen, dass unser himmlischer Vater ein „dahergestammeltes“ Gebet ohne Form und Rahmen, wenn es „echt“ ist, genau so hört, wie ein gut überlegtes und durchdachtes.

Cornelia Letting

Jesus, Gottes Sohn und Menschensohn, danke dass Du es auf Dich genommen hast, hier auf die Erde zu kommen und uns zu zeigen, wie wir in enger Verbindung mit Gott dem Vater leben können. Amen

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Cornelias Mittwochsbrief, 29. April 2026

„Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind.“ Sprüche 31, 8

„Neglected and destitute” – vernachlässigt und hilflos – sind die Kinder, die wir in unserem Regenbogen Kinderheim in Tinderet aufnehmen. Bevor sie zu uns kommen, besuchen wir sie in ihrem „Zuhause“. Dann wird oft klar, dass irgendjemand seinen Mund auftun muss, wenn diese Kinder eine Chance haben sollen.
Sind sie dann erst einmal bei uns, sind sie schnell gar nicht mehr stumm und verlassen – wie man am Lärm auf dem Spielplatz merkt. Oder daran, dass sie mit der Schule landesweit an Musik- und Sportwettbewerben teilnehmen.

Seinen Mund auftun, kreativ werden, um Menschen zu helfen, die einsam, krank, verlassen oder gefährdet sind – dafür muss man nicht nach Afrika gehen.
So viele gute Beispiele gibt es hier in Deutschland, große Organisationen, aber auch ganz persönliche Geschichten aus der Nachbarschaftshilfe, der Kirchengemeinde, und anderen Gruppen, die sich zusammenfinden, damit Not gelindert wird und Menschen eine Chance bekommen.

Darauf liegt Gottes Segen, wie Jesus selbst gesagt hat: „Kommt, ihr seid von meinem Vater gesegnet, ihr sollt das Reich Gottes erben, das seit der Erschaffung der Welt auf euch wartet. Denn ich war hungrig, und ihr gabt mir zu essen gegeben…“ (Matthäus 25, 34 – 36; Neues Leben).
Manchmal ist diese Arbeit mühsam, kostet Kraft, Nerven und Geld, und man sieht keine nennenswerten Fortschritte. Manchmal passt die Art und Weise, wie wir helfen wollen und können, nicht mit den Bedürfnissen derer zusammen, die diese Hilfe bekommen sollen.
Aber manchmal hat man auch ein Erfolgserlebnis, jemand bedankt sich, man sieht eine Entwicklung, jemand hat gelernt, sich wieder selbst im Leben zurechtzufinden. Tun wir unseren Dienst im engen Kontakt mit unserm himmlischen Vater. Er weiß, was jeder Mensch braucht, er kann uns zeigen, wie wir zielgenau helfen. Konzentrieren wir uns auf die kleinen Fortschritte. Sehen wir die Menschen an, mit denen wir es zu tun haben und lernen wir sie richtig kennen. Dann wird der Segen nicht lange auf sich warten: „Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!“, sagt Jesus.

Cornelia Letting

Jesus, manchmal fällt es mir schwer, Dich in den Menschen zu sehen, die meine Hilfe brauchen. Ich sehe mehr die Unannehmlichkeiten, den Aufwand, und die Zeit, die mir „verloren“ geht. Verzeih mir bitte und lehre mich, den Blick auf das Wesentliche zu konzentrieren: meinem Bruder, meiner Schwester zu helfen, weil wir alle Gottes Kinder sind. Amen

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Cornelias Mittwochsbrief, 22. April 2026

„Du erkennst ja in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.“ 5. Mose 8,5

Tun wir das? Erkennen wir, dass Gott uns erzieht auf den Wegen, die er uns führt? Die noch bessere Frage: wollen wir das überhaupt? Wollen wir uns unter Gottes Führung stellen und uns von ihm sagen lassen, wo’s langgeht? Sind wir nicht selber groß? Können wir mit dem, was unser Verstand uns sagt, nicht ganz gut zurechtkommen?

Das Volk Israel stand am Ende seiner Wüstenwanderung. 40 Jahre von Gott „im Kreis“ geführt, 40 Jahre durchaus nicht nur Höhen, sondern auch viele Tiefen – Hunger, Durst, feindlich gesinnte Menschen, eigene Aufsässigkeit, es war alles dabei. Und warum das Ganze? „Dadurch wollte er euch demütigen und auf die Probe stellen, um euren wahren Charakter ans Licht zu bringen und um zu sehen, ob ihr seine Gebote befolgen würdet oder nicht.“ (V. 2, Neues Leben)
Während der Wanderung war den Israeliten sicher nicht immer klar, was da ablief. Sie stolperten von einer Krise in die nächste, die Höhepunkte zwischendurch schnell vergessen, wenn’s wieder brenzlig wurde. Sicher, sie hatten Gott sichtbar bei sich, durch die Wolken- und Feuersäule zeigte er ihnen deutlich seine Gegenwart und ihren Weg. Aber ich bezweifle, dass sie „in ihren Herzen“ erkannten, wozu das alles gut sein sollte.

Wie ist das mit uns heute, mit mir? Bin ich bereit, auf mein Herz zu hören, das mir sagt, Gott arbeitet an meinem Charakter, wenn sich die Schwierigkeiten vor mir auftürmen? Tät’s mir nicht manchmal ein bisschen weniger Charakter, wenn es dadurch weniger Probleme gäbe?

Zum Glück hört Gott nicht darauf, wenn ich so dummes Zeug denke. Und wenn sich mein Verstand dann wieder einschaltet, erkenne ich in meinem Herzen, dass jede Krise mich stärker macht, jede Angstsituation zu mehr Vertrauen führt, jede schöne Begebenheit mich ein bisschen mehr von Gottes Größe und Schönheit sehen lässt.
Und von seiner Liebe für mich, die sich nicht von meinen Befindlichkeiten abhalten lässt, mir Gutes zu tun und mich durch’s Leben zu führen.

Cornelia Letting

Himmlischer Vater, heute danke ich Dir für die Geschichten mit Deinem Volk, die Du mir in der Bibel zum Nachlesen gegeben hast. Wie oft erkenne ich mich selbst darin, stelle fest, dass ich genauso denke und handle, wenn ich Probleme und Sorgen habe. Das bedeutet aber auch, dass ich genauso mit Deiner Liebe, Deiner Geduld und Deiner Vergebung rechnen darf – danke! Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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