Kommen Tiere in den Himmel? Ein Rückblick auf das Glaubensgespräch im Vöhringer Blue Lagoon am 19. April

Das war ein gelungener Auftakt zu der Glaubensgesprächsreihe „Gott und die Welt“ im Vöhringer Blue Lagoon in der Memminger Straße – Full House mit über 70 interessierten Zuhörern und Mitrednern. Dank an Roland Binder und Pater Georg Wiedemann CPPS für die Initiative, bei der auch Kaplan Peter Schneider und ich als theologische Diskutanten zu Wort kamen. Schön, dass Thomas Kempf den Nachmittag fotographisch begleitet hat. Als nächster Termin ist der Samstag, 4. Juli, um 17 Uhr im Blue Lagoon vorgesehen zum Thema „Kann unser Glaube zum Sieg führen“. Im Anschluss ist dort Public Viewing angesagt, das Viertelfinalspiel bei der Fußball-WM um 19 Uhr, in dem sich Deutschland gegen Frankreich wiederfinden könnte.

Hier eine inhaltliche Zusammenfassung des Glaubensgesprächs, das ich mit KI-Hilfe erstellt habe:

Kommen Tiere in den Himmel

Die Frage, ob Tiere in den Himmel kommen, berührt nicht nur unsere Emotionen, sondern führt mitten hinein in grundlegende theologische Überlegungen: Was meinen wir überhaupt, wenn wir vom „Himmel“ sprechen? Allzu leicht wird dieser als Projektionsfläche eigener Wünsche verstanden – ein Ort, an dem wir uns ausmalen, was uns glücklich machen würde. Die christliche Tradition zeichnet jedoch ein anderes Bild: Der Himmel ist kein bloßes Fantasiegebilde, sondern die allumfassende Gegenwart Gottes. Dort wird das Leben in einer Weise von göttlicher Liebe erfüllt, dass es an nichts fehlt – ein ewiges Leben, das gerade nicht in Langeweile erstarrt, sondern in vollkommener Beziehung besteht.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage neu: Ist diese göttliche Gemeinschaft auch für Tiere vorgesehen? In der klassischen christlichen Lehre wurde dies oft verneint oder zumindest skeptisch betrachtet. Ein zentrales Argument lautet, dass Tiere keine „Vernunftseele“ besitzen und daher nicht in derselben Weise wie der Mensch auf ein ewiges Leben hingeordnet seien. Doch diese Sicht ist nicht unumstritten. So hat etwa Kaplan Peter Schneider dafür plädiert, die theologische Perspektive zu erweitern. In einer christlichen Tierethik lässt sich durchaus eine individuelle Beziehungsfähigkeit von Tieren zu ihrem Schöpfer erkennen. Tiere sind nicht bloß biologische Wesen, sondern Geschöpfe, die auf ihre Weise am Lob Gottes teilhaben.

Ein Blick in die biblische Überlieferung unterstützt diese Öffnung. Die prophetischen Visionen vom messianischen Frieden – etwa in Jesaja 11,6–8 oder 65,25 – entwerfen ein Bild der erneuerten Schöpfung, in der auch die Tierwelt verwandelt ist: Wolf und Lamm leben friedlich zusammen, und selbst gefährliche Tiere verlieren ihre Bedrohlichkeit. Diese Texte sprechen nicht ausdrücklich von einem „Himmel“ für Tiere, wohl aber von einer umfassenden Versöhnung der gesamten Schöpfung, in die Tiere ausdrücklich einbezogen sind.

Auch aus einer existenziellen Perspektive lässt sich weiterdenken. C. S. Lewis hat darauf hingewiesen, dass die Gemeinschaft zwischen Mensch und Haustier mehr ist als bloße Zweckbeziehung. Für viele Menschen gehören ihre Tiere zu ihrem Leben in einer Weise, die ihre Identität mitprägt. Wenn nun das ewige Leben die Vollendung dieser personalen Existenz bedeutet, könnte eine Gottesgemeinschaft ohne diese vertrauten Geschöpfe als unvollständig erscheinen. In diesem Sinne könnte die Liebe des Menschen zu seinem Tier dieses gleichsam „mitnehmen“ in die Gegenwart Gottes.

Theologisch gewinnt diese Hoffnung an Tiefe, wenn man sie im Licht des christlichen Heilsverständnisses betrachtet. Der Epheserbrief spricht davon, dass Gottes Heilsplan darauf zielt, „alles in Christus zusammenzuführen“ – das, was im Himmel und auf Erden ist. Christus ist der, durch den und auf den hin alles geschaffen ist und der die Schöpfung neu in Beziehung zu Gott setzt. Der Prolog des Johannesevangeliums beschreibt ihn als das Wort, das in die Welt gekommen ist, um das Seine zu erneuern. Ziel dieser Bewegung ist, dass Gott „alles in allem“ sei (1 Korinther 15,28). Diese universale Perspektive schließt zumindest die Möglichkeit ein, dass nicht nur der Mensch, sondern die ganze Schöpfung – und damit auch die Tiere – in die Vollendung einbezogen wird.

Wenn wir konkret an unsere eigenen Haustiere denken, die wir beim Namen kennen und zu denen wir eine persönliche Beziehung haben, wird die Frage besonders drängend. Sind auch deren Namen im „Buch des Lebens“ (Psalm 69,29; vgl. Lukas 10,20; Offenbarung 13,8) aufgeschrieben? Hier verweist die Theologie – wie etwa Pater Georg betont – letztlich auf den Glauben an das Heilswerk Christi. Nicht unsere Gefühle allein entscheiden, sondern das Vertrauen darauf, dass Gottes Erlösung umfassender ist, als wir es uns vorstellen können.

In überraschend anschaulicher Weise hat bereits Martin Luther diese Hoffnung ausgedrückt. Auf die Frage, ob es im ewigen Reich auch Tiere geben werde, antwortete er bejahend: Die erneuerte Schöpfung werde nicht leer sein, sondern von neuen, verwandelten Geschöpfen erfüllt. In poetischer Sprache beschreibt er sogar, wie Tiere ihre Gefährlichkeit verlieren und in friedlicher Gemeinschaft mit den Menschen leben. Diese Vorstellung greift die biblische Verheißung auf: eine neue Erde, auf der die ursprüngliche Harmonie der Schöpfung wiederhergestellt ist.

So bleibt die Frage nach den Tieren im Himmel offen – aber nicht unbegründet. Zwischen theologischer Zurückhaltung und hoffnungsvoller Weite spannt sich ein Raum, in dem sich sagen lässt: Wenn Gottes Liebe wirklich alles durchdringt und zur Vollendung führt, dann ist es zumindest denkbar, dass auch die Tiere ihren Platz in dieser erneuerten Gemeinschaft haben.

Jochen Teuffel

„Kraft Gottes“–Bibelgespräche zum Römerbrief beginnen am Mittwoch, 22. April

In der Bibel ist der Römerbrief des Apostels Paulus ein besonders anspruchsvoller Text. Er hat Martin Luther die Botschaft von der Rechtfertigung allein aus Glauben an Jesus Christus entdecken lassen. Unter Anleitung von Pfarrer Jochen Teuffel wird an vier Abenden dessen Bedeutung für uns Christen heute erschlossen.
Die Bibelgespräche finden jeweils mittwochs von 19.30 bis 21.00 Uhr im Gemeindehaus in Vöhringen statt. Eine Teilnahme an einzelnen Abenden ist möglich:

22. April – Kapitel 1-3
20. Mai – Kapitel 4-7
10. Juni – Kapitel 8-11
15. Juli – Kapitel 12-16.

Cornelias Mittwochsbrief, 15. April 2026

„Vor dem HERRN her kam ein großer und gewaltiger Sturmwind, der Berge zerriss und Felsen zerbrach, in dem Sturmwind aber war der HERR nicht. Und nach dem Sturmwind kam ein Erdbeben, in dem Erdbeben aber war der HERR nicht. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, in dem Feuer aber war der HERR nicht. Nach dem Feuer aber kam das Flüstern eines sanften Windhauchs.“ 1. Könige 19, 11-12

Elia kann nicht mehr. Vor Kurzem hat der Prophet noch für Gott gekämpft, bei einem Feueropfer eindrucksvoll Gottes Macht demonstriert und sich mutig gegen König Ahab und seine Frau gestellt, die ihm nach dem Leben trachteten (s. Kap. 18). Aber jetzt hat er Angst, ist leer und ausgebrannt und will nur noch weg. Also geht er in die Wüste, legt sich hin und will einfach nur sterben.
Und Gott, für den er so schwer gearbeitet und sein Leben aufs Spiel gesetzt hat? Er lässt ihm erstmal ein bisschen Ruhe und versorgt ihn mit Nahrung und Wasser. Ein bisschen später findet dann diese Begegnung statt, deren Einleitung die heutige Losung beschreibt.
Gott begegnet Elia direkt am Eingang einer Höhle. Aber er ist nicht im gewaltigen Schauspiel von Sturm, Erdbeben und Feuer, sondern im leisen Windhauch (V. 13 ff).

Vielleicht hätte Elia sich gewünscht, dass Gott eher in Sturm oder Feuer kommt. Vielleicht wollte er gerade einen starken Gott, der Macht demonstriert, ihm seine Angst nimmt und ihm wieder Kraft gibt. Aber Gott entscheidet sich, mit einem leisen Windhauch zu kommen, sanft aber klar und deutlich – Elia erkennt das dann auch sofort (V. 13).

Wie sieht es mit mir, mit uns aus? Wünsche ich mir auch einen starken, Macht demonstrierenden, Feuer und Sturm bringenden Gott? Weil ich an allen Fronten kämpfe, mich abmühe, Angst habe und einen starken Unterstützer brauche?
In Kenya ist diese Vorstellung von Gott sehr verbreitet. Gott soll stark und mächtig auftreten, damit klar wird, dass er stärker ist als Geister und Ahnen, stärker als Korruption und Naturkatastrophen, mächtiger als machtbesessene Politiker und andere Entscheidungsträger.

Vielleicht wünsche ich mir aber auch einen sanften Gott, der mich tröstet und mir sagt, dass alles gut wird? Der meine Verzweiflung oder meine Trauer sieht und mich mit seiner Liebe einhüllt?

Wie dem auch sei, vergessen wir nicht, dass Gott alles in allem ist. Er ist stark und mächtig, selbst in einem Windhauch. Und er ist sanft und liebevoll, selbst wenn er ab und zu seine Macht demonstriert, damit wir nicht zu klein von ihm denken – und ihm dann nicht mehr zutrauen, uns zu helfen und zu retten.
Ich wünsche uns allen, dass wir offen bleiben und ihn erkennen, wo und wie er uns auch begegnet.

Cornelia Letting

Himmlischer Vater, wie oft schaue ich in eine bestimmte „Richtung“, wenn ich mir eine Begegnung mit Dir wünsche. Wie oft erwarte ich eine bestimmte Art von Antwort, eine ganz spezielle Reaktion von Dir. Und wie oft überraschst Du mich sozusagen von der Seite, übertriffst alle meine Erwartungen und bringst mich zum Staunen. Danke, dass mein Austausch mit Dir nie berechenbar wird, damit ich nicht in Gefahr gerate zu denken, ich hätte Dich durchschaut. Danke, dass Du mich geduldig aber beständig durchs Leben führst, mich zum Staunen bringst und mir immer wieder Deine Liebe zeigst. Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 8. April 2026

„Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.“ Matthäus 25, 34.35

Kümmert euch – sagt Jesus seinen Jüngern in diesem Abschnitt (V. 31–46). Kümmert euch um die Fremden, die Armen, die Gefangenen, die Wohnungslosen – kümmert euch um alle, die sich nicht um sich selbst kümmern können. Wenn ihr euch um andere kümmert und nicht nur um euch selbst, werdet ihr das Himmelreich erben, wie es von Anfang an vorgesehen war. Wenn ihr euch aber nur um euch selbst dreht, nur euren eigenen Vorteil im Sinn habt, dann werdet ihr an einem Ort landen, wo es kalt, dunkel und einsam ist.

Ich glaube ja, beides gilt nicht erst zum Ende der Zeit, wenn das letzte Gericht kommt.
Wenn ich mich um jemand anderen kümmere, der in Not ist und Hilfe braucht; und wenn ich das tue, weil ich Jesus nahe sein und seinem Willen folgen will; dann kann ich schon jetzt manchmal ein bisschen von dem Segen spüren, der damit zusammenhängt. Und ich kann bei allen Schwierigkeiten, die das oft mit sich bringt, ein Stück von Gottes Himmel sehen, strahlend und wunderschön.
Und andersherum: Menschen, die sich um niemand scheren, als um ihre eigenen Angelegenheiten; denen alle anderen egal sind, oder gar ihrer Aufmerksamkeit unwürdig; diese Menschen geraten leicht in einen Sog aus Stolz und Überheblichkeit, der sie unweigerlich nach unten zieht, hinein in dunkle Einsamkeit.

„Kümmert euch umeinander“ – das ist nicht so sehr eine moderne Lebensdevise, gell…
Schließlich hat man genug damit zu tun, sich selbst über Wasser zu halten, bei steigenden Lebenshaltungskosten, explodierenden Spritpreisen, Herausforderungen bei der Arbeit und mit der Familie zu Hause.
Nehmen wir Jesus doch probehalber mal beim Wort: schauen wir uns um nach Menschen, die Hilfe brauchen – Zeit, Aufmerksamkeit, ein freundliches Wort oder Hilfe mit der Bürokratie – und finden wir heraus, ob das mit dem Segen und dem Himmelreich wirklich funktioniert. Ich bin gespannt…

Cornelia Letting

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 1. April 2026

„Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ Philipper 2, 11

Klingt das bedrohlich, nach Zwang? Alle Zungen – also jeder Mensch – sollen (in anderen Versionen steht ‚werden‘) bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist. Das hört sich nicht nach fröhlichem Jubel an, eher so wie in autoritären Staaten, wenn die Herrscher Glanzparaden abhalten.

Aber vergessen wir nicht, wer Jesus Christus ist. Er ist der einzige Sohn des allerhöchsten Gottes, der all seine Herrlichkeit hinter sich gelassen hat, um als Mensch auf die Erde zu kommen. Er hat unter uns gelebt und uns Gott den Vater gezeigt. Er ist am Kreuz einen grausigen Tod gestorben, damit wir nicht verloren gehen. Dann ist er auferstanden, damit wir mit ihm und dem Vater ewige Gemeinschaft haben können. (Vgl. V. 6 – 9)
Jesus hat nicht mit Gewalt die Macht an sich gerissen, im Gegenteil. Er hat sich geopfert, hat sein Leben für uns gegeben, voller Liebe für jeden einzelnen Menschen.

Ich denke, der Vers oben ist mehr eine Feststellung als eine Forderung. Wenn am Ende der Zeit deutlich wird, wie alles zusammenhängt und was Jesus tatsächlich getan hat, dann wird kein Mensch mehr sagen können, er oder sie glaubt nicht, dass das wahr ist. Glaubt nicht, dass Jesus Gottes Sohn ist, gestorben, auferstanden und lebendig, der Erste und der Letzte, Alpha und Omega.
Wäre es nicht schön, wenn so viele Leute wie möglich das jetzt schon erkennen könnten? Wenn sie nicht erst am Ende die Wahrheit sehen, sondern jetzt schon überzeugt und zu Gottes Ehre sagen könnten: Jesus Christus ist der Herr?
Zu diesem Zweck sind wir hier in Tinderet, sind Menschen überall in der Welt – auch in Deutschland – unterwegs als Botschafter der Besten Nachricht aller Zeiten.

Cornelia Letting

Herr Jesus Christus, heute danke ich Dir sehr für alle, die in Deinem Auftrag unterwegs sind, um anderen von Dir zu erzählen und ihnen zu zeigen, wer Du bist. Bitte hilf uns allen dabei, für die Menschen um uns herum zum Segen zu werden. Amen

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 25. März 2026

„HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.“ Psalm 9, 20

Haben wir manchmal das Gefühl, dafür sei es schon zu spät? Dass Gott aufsteht, damit nicht Menschen die Oberhand gewinnen?
Wenn man sich so umschaut in der Welt, kämpfen überall Menschen um Macht und Einfluss: Iran, Israel, USA, Sudan, Kongo, China, Russland…und ich könnte noch weitermachen.
Hier in Kenya sind nächstes Jahr Präsidentschaftswahlen – und schon jetzt beschimpfen sich die politischen Gegner unter aller Kanone und versprechen das Blaue vom Himmel herunter, damit sie nächstes Jahr gewählt werden. Von Gott ist dabei selten die Rede, höchstens, um ihn zum eigenen Zweck zu instrumentalisieren. Gewalt und Ausschreitungen werden früher oder später dazu kommen, und sie werden mit aller Macht von der jetzigen Regierung niedergeschlagen werden.
Auch persönlich fühlen wir uns manchmal anderen Menschen und ihren Machtspielen ausgeliefert. Mobbing, Ausgrenzung, Demütigung, Gleichgültigkeit, Aggression, psychische und physische Gewalt…auch hier könnte ich endlos fortfahren.

Aber sind wir dem wirklich hoffnungslos ausgeliefert? Zieht uns die Spirale dieser Entwicklungen immer weiter runter, bis am Ende nichts übrigbleibt?
Täuschen wir uns nicht, Gott schläft nicht: „Der HERR … herrscht in Ewigkeit, von seinem Thron aus hält er Gericht. Er wird die Welt gerecht richten und in Gerechtigkeit über die Völker herrschen. Die Unterdrückten finden beim HERRN Zuflucht. In schweren Zeiten beschützt er sie. Die deinen Namen kennen, vertrauen auf dich, denn du, HERR, verlässt keinen, der dich sucht.“ (V 8 – 11, Neues Leben; kursiv von mir)

Machen wir’s wie David, von dem dieser Psalm stammt. Hängen wir uns an Gott und lassen wir uns von ihm durch die schweren Zeiten helfen. Konzentrieren wir uns darauf, Gott zu loben für das, was er schon getan hat. Das hilft uns, darauf zu vertrauen, dass er uns auch weiterhin nicht im Stich lassen wird: „HERR, ich will dir von ganzem Herzen danken und von deinen Wundern erzählen. Ich will mich über dich freuen und deinen Namen loben, du Höchster.“ (V. 2 – 3, NL)

Cornelia Letting

Himmlischer Vater, allmächtiger, gerechter, liebevoller und gnädiger Gott, >ich vertraue auf Deine Gnade. Ich freue mich, dass Du mich retten wirst. Ich will Dir ein Loblied singen, weil Du so gut zu mir warst. < (vgl. Psalm 13) Amen.

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 18. März 2026

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wir er’s euch geben.“ Johannes 16, 23

Wie oft wird bei diesem oder ähnlichen Versen der entscheidende Teil einfach ignoriert oder ausgelassen! „Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet…wird er’s euch geben“, sagen wir und fangen an, Wunschlisten und Bestellungen aufzugeben. Und wir wundern uns, wenn wir am Ende doch nicht das bekommen, was wir uns so vorgestellt hatten.
Oh ja, wir schließen unser Gebet auch ordentlich ab mit „in Jesu Namen – Amen“ oder „durch Jesus Christus unsern Herrn“ oder so ähnlich. Aber beten wir wirklich in Jesu Namen?

Wenn jemand zu Japhet geht und ihn „in meinem Namen“ um etwas bittet, dann würde ich doch voraussetzen, dass er oder sie mich vorher gefragt hat, oder? Oder derjenige müsste zumindest sehr genau wissen, was ich über die Angelegenheit denke und dass ich es ok. finde. Wenn Leute umgekehrt zu mir kommen und behaupten, Japhet hat gesagt…, dann würde ich ihn in vielen Fällen erstmal anrufen und mich vergewissern, dass er das auch wirklich gesagt hat.

Sollten wir es mit Gott nicht mindestens auch so halten? Sollten wir nicht sehr sicher sein, dass das, was wir erbitten, für Jesus auch ok. ist? Dass das seinem Willen für unser Leben entspricht? Ihn müssen wir nicht mal anrufen, denn in der Bibel steht schon ziemlich viel darüber, was Jesus gut findet und was nicht. Und wir haben den Heiligen Geist in uns, der uns in die richtige Richtung lenkt, wenn wir ihn lassen. Trotzdem ist es immer gut, sich im persönlichen Gespräch nochmal zu vergewissern, dann fällt uns manchmal auf, dass das, was wir gerne hätten, eigentlich gar nicht so gut für uns ist…

„…der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin.“ (V. 27, Neues Leben)
Welch ein Privileg, dass wir mit dem heiligen, allmächtigen und souveränen Gott persönlich sprechen dürfen, weil Jesus uns am Kreuz den Weg dazu geebnet hat!
Verderben wir uns dieses Vorrecht nicht durch Oberflächlichkeit, Gedankenlosigkeit und Egoismus.

Cornelia Letting

Heiliger Gott, himmlischer Vater, heute danke ich Dir ganz bewusst dafür, dass ich persönlich mit Dir sprechen darf. Viel zu oft nehme ich das als selbstverständlich hin und denke nicht daran, was es Dich und Deinen Sohn gekostet hat und mit wem ich da eigentlich rede. Danke, dass Du mir zuhörst und meine Bitten erfüllst, wenn sie Deinem Willen entsprechen. Danke, dass Du das, was nicht gut für mich oder meine Mitmenschen ist, auch einfach mal ignorierst. Danke besonders für Deine Liebe, Deine Güte und Deine Geduld mit mir. Amen.

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 11. März 2026

Mittwoch, 11. März 2026

„Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.“ Psalm 119, 81

Letzte Woche ging es um „Herzenswünsche“, heute geht es gleich um die ganze Seele.

Davids Seele verlangt nach Gottes Heil. Er hat ernsthafte Probleme mit Feinden und Widersachern und wartet sehnsüchtig darauf, dass Gott ein Machtwort spricht.
Wer oder was belastet unsere Seelen? Angst vor der Zukunft; gegenwärtiges Leid – eigenes oder das von anderen; konkrete Feinde, Menschen, die uns Energie rauben und die Freude verderben…? Manchmal ist das Leben allgemein schwer auszuhalten, wenn Krankheit, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, Stress und andere Dinge uns „auf der Seele“ liegen.

Was tun wir nun dagegen? Denn als Deutsche sind wir nicht gut im Aushalten, gell, wir wollen immer gleich „was tun“. Hier in Kenya halten die Menschen vieles erstmal aus, passen sich der Situation an und warten ab, was passiert.
Also, was tun? David sagt, er hofft auf Gottes Wort. Er wartet sehnsüchtig darauf, dass Gott eingreift, seine Feinde in ihre Schranken verweist und Davids Leben wieder lebenswert macht.
Hoffen wir auf Gottes Wort? Ist er derjenige, an den wir uns wenden in unseren Schwierigkeiten? Klagen wir ihm unser Leid – und nicht sämtlichen Menschen und sozialen Medien, derer wir habhaft werden können?
Wir haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber David: wir haben Gottes Wort in Schriftform. Wir müssen nicht warten, bis er sich meldet, wir können nachlesen, was er uns schon gesagt hat. Manchmal stehen dann da Worte, die schwer auszuhalten sind, wie z.B.: „Es war gut für mich, dass ich leiden musste, damit ich lernte, deine Ordnungen zu beachten.“ (V. 71, Neues Leben) Aber auch solche: „Wenn Angst und Sorgen mich treffen, dann habe ich doch Freude an deinen Geboten.“ (V. 143, NL) und: „Doch du, HERR, bist nahe, und alle deine Gebote sind wahr.“ (V. 151, NL)

Ob Herzenswünsche oder Seelenheil, zu finden ist beides nur bei Gott und in seinem Wort. Daran geht kein Weg vorbei, auch Jesus sagt das später sehr deutlich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14,6; NL)
Machen wir es uns nicht schwerer als es eh schon ist, indem wir nach Glück und Heil suchen, wo sie nicht zu finden sind.

Cornelia Letting

“In Christus ist mein ganzer Halt, er ist mein Licht, mein Heil, mein Lied. Der Eckstein und der feste Grund, sicherer Halt in Sturm und Wind. Wer liebt wie er, stillt meine Angst, bringt Frieden mir mitten im Kampf? Mein Trost ist er, in allem Leid. In seiner Liebe find ich Halt.“ (K. Getty, S. Townend, Original in Englisch) Amen

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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