
Mittwoch, 11. März 2026
„Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.“ Psalm 119, 81
Letzte Woche ging es um „Herzenswünsche“, heute geht es gleich um die ganze Seele.
Davids Seele verlangt nach Gottes Heil. Er hat ernsthafte Probleme mit Feinden und Widersachern und wartet sehnsüchtig darauf, dass Gott ein Machtwort spricht.
Wer oder was belastet unsere Seelen? Angst vor der Zukunft; gegenwärtiges Leid – eigenes oder das von anderen; konkrete Feinde, Menschen, die uns Energie rauben und die Freude verderben…? Manchmal ist das Leben allgemein schwer auszuhalten, wenn Krankheit, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, Stress und andere Dinge uns „auf der Seele“ liegen.
Was tun wir nun dagegen? Denn als Deutsche sind wir nicht gut im Aushalten, gell, wir wollen immer gleich „was tun“. Hier in Kenya halten die Menschen vieles erstmal aus, passen sich der Situation an und warten ab, was passiert.
Also, was tun? David sagt, er hofft auf Gottes Wort. Er wartet sehnsüchtig darauf, dass Gott eingreift, seine Feinde in ihre Schranken verweist und Davids Leben wieder lebenswert macht.
Hoffen wir auf Gottes Wort? Ist er derjenige, an den wir uns wenden in unseren Schwierigkeiten? Klagen wir ihm unser Leid – und nicht sämtlichen Menschen und sozialen Medien, derer wir habhaft werden können?
Wir haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber David: wir haben Gottes Wort in Schriftform. Wir müssen nicht warten, bis er sich meldet, wir können nachlesen, was er uns schon gesagt hat. Manchmal stehen dann da Worte, die schwer auszuhalten sind, wie z.B.: „Es war gut für mich, dass ich leiden musste, damit ich lernte, deine Ordnungen zu beachten.“ (V. 71, Neues Leben) Aber auch solche: „Wenn Angst und Sorgen mich treffen, dann habe ich doch Freude an deinen Geboten.“ (V. 143, NL) und: „Doch du, HERR, bist nahe, und alle deine Gebote sind wahr.“ (V. 151, NL)
Ob Herzenswünsche oder Seelenheil, zu finden ist beides nur bei Gott und in seinem Wort. Daran geht kein Weg vorbei, auch Jesus sagt das später sehr deutlich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14,6; NL)
Machen wir es uns nicht schwerer als es eh schon ist, indem wir nach Glück und Heil suchen, wo sie nicht zu finden sind.
Cornelia Letting
“In Christus ist mein ganzer Halt, er ist mein Licht, mein Heil, mein Lied. Der Eckstein und der feste Grund, sicherer Halt in Sturm und Wind. Wer liebt wie er, stillt meine Angst, bringt Frieden mir mitten im Kampf? Mein Trost ist er, in allem Leid. In seiner Liebe find ich Halt.“ (K. Getty, S. Townend, Original in Englisch) Amen
Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.
