
Mittwoch, 31. Dezember 2025
„Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Matthäus 5, 9
2025 geht zu Ende, ein Jahr, in dem von Frieden wenig die Rede war. Öfter ging es in den Nachrichten um Aufrüstung, Krieg und gewalttätige Demonstrationen. Nicht mal die Friedensnobelpreisträgerin konnte ihren Preis persönlich in Empfang nehmen, weil sie in ihrem eigenen Land von Gewalt bedroht wird.
Ich wünschte, all die Kriegstreiber, Hassprediger und Verschwörungstheoretiker wüssten, dass sie so nicht selig, also nicht wirklich glücklich werden können. Ich wünschte sie wüssten, dass Gott die segnet, die sich um Frieden bemühen (Neues Leben Version).
Ich wünschte, hier in Kenya würden die Viehdiebstähle, Stammesfehden und die gewalttätige Niederschlagung von Demonstrationen aufhören, weil die Beteiligten merken, dass aus Gewalt niemals Frieden entstehen kann. Und ich wünschte, ich würde öfter daran denken, dass ich ein Kind Gottes bin und Frieden stiften sollte, statt zu intrigieren, manipulieren und andere kleinzumachen.
Frieden muss gestiftet, also aktiv gemacht werden. Wir müssen uns darum bemühen, denn von alleine wird er nicht kommen. Und ich fürchte, wir können nicht warten, bis „die anderen“ anfangen. Wir alle können in unserem eigenen Umfeld etwas dafür tun: zu schweigen, wo gelästert und gemeckert wird; zu reden, wo jemand Rückendeckung braucht; zu ermutigen, statt niederzumachen; freundlich zu sein, auch wenn die anderen es nicht sind; sogenannte Neuigkeiten auf ihren Wahrheitsgehalt zu testen, bevor wir sie durch die sozialen Medien schicken… und alles, was sonst noch dazu dient, wahren Frieden zu schaffen.
Morgen beginnt ein neues Jahr – nutzen wir die Chance zum Friedenstiften, lassen wir uns nicht daran hindern, auch wenn es manchmal aussichtslos scheint. Gott selbst, der Gott des Friedens, wird uns dabei helfen. Schon in der Jahreslosung für 2026 verspricht er: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21, 5)
Cornelia Letting
„Ich stehe unter Gottes Schutz, ich weiß das – seit geraumer Zeit. ER nahm den Gram und das Bittere aus meinem Wesen und machte mich fröhlich. Und ich will hingehen, alle anzustecken mit Freude und Freundlichkeit, auf dass die Erde Heimat wird für alle Welt durch seinen Frieden und unseren Glauben. Schalom in Dorf und Stadt!“ (Hanns Dieter Hüsch)
Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.
