Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 4. März 2026

Mittwoch, 4. März 2026

„Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.“ Psalm 37, 4

Was tun wir nicht alles, um unsere Herzenswünsche erfüllt zu bekommen: Überstunden schieben für die große Reise, das neue Auto, das Häuschen am Meer; missbräuchliche und gefährliche Beziehungen eingehen für ein bisschen Anerkennung und Zuwendung; Menschen und Situationen manipulieren für das Gefühl von Macht und Einfluss; …
Die Frage ist allerdings, ob unsere „Herzenswünsche“ tatsächlich das sind, was unser „Herz wünscht“ – was es wirklich braucht und herbeisehnt.
Wenn wir etwas tiefer graben, in uns hineinhören, die lauten Stimmen aus Werbung und Gesellschaft beiseiteschieben – was finden wir dann? Das Bedürfnis nach echter Liebe, Frieden, Sicherheit, Geborgenheit? Nach wahrem Glück, das den Herausforderungen des täglichen Lebens trotzt?
Und wie erreichen wir das? Was muss ich tun, um wirklich geliebt und glücklich zu sein?
Eine Freundin hatte in Whatsapp stehen: „Das Loch in deinem Herzen ist Gottförmig.“ Das hat mir gefallen, denn es bringt auf den Punkt, worauf es ankommt: Egal mit welchen Dingen ich dieses Loch zustopfe, das in meinem Herzen ist und darauf wartet gefüllt zu werden, es wird nie ganz passen. Es werden Lücken bleiben, vielleicht sogar Verletzungen entstehen, immer brauch ich noch das nächste bisschen Etwas, dann wird alles gut.
Aber der Einzige, der mit tatsächlich geben kann, was mein Herz wünscht, ist Gott der HERR. Wenn ich an ihm „meine Lust“ habe, also mich an ihm freue, ihm mein Leben anvertraue und auf sein Wort höre, dann macht er das Loch in meinem Herzen so dicht, als wäre es nie dagewesen. Vielleicht renoviert er sogar das ganze Teil ein bisschen, macht es stark und schön, so dass auch andere sehen können, bei wem sie Hilfe bekommen für ihre „Renovierungsarbeiten“.
„Überlass dem HERRN die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.“ (V. 5, Neues Leben)

Cornelia Letting

Himmlischer Vater, wie oft sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht! Wie oft suche ich nach Frieden und Glück – weit weg und in der falschen Richtung. Dabei bist Du mir ganz nah und wartest nur darauf, dass ich Dir Zugang zu meinem Herzen gebe, damit Du Löcher füllen, Abfall entfernen und neue Farbe reinbringen kannst. Vielen Dank, dass Du mich nicht aufgibst und mich immer wieder freundlich daran erinnerst, wo ich die Erfüllung meiner wahren Herzenswünsche finden kann. Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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