Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 8. April 2026

„Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.“ Matthäus 25, 34.35

Kümmert euch – sagt Jesus seinen Jüngern in diesem Abschnitt (V. 31–46). Kümmert euch um die Fremden, die Armen, die Gefangenen, die Wohnungslosen – kümmert euch um alle, die sich nicht um sich selbst kümmern können. Wenn ihr euch um andere kümmert und nicht nur um euch selbst, werdet ihr das Himmelreich erben, wie es von Anfang an vorgesehen war. Wenn ihr euch aber nur um euch selbst dreht, nur euren eigenen Vorteil im Sinn habt, dann werdet ihr an einem Ort landen, wo es kalt, dunkel und einsam ist.

Ich glaube ja, beides gilt nicht erst zum Ende der Zeit, wenn das letzte Gericht kommt.
Wenn ich mich um jemand anderen kümmere, der in Not ist und Hilfe braucht; und wenn ich das tue, weil ich Jesus nahe sein und seinem Willen folgen will; dann kann ich schon jetzt manchmal ein bisschen von dem Segen spüren, der damit zusammenhängt. Und ich kann bei allen Schwierigkeiten, die das oft mit sich bringt, ein Stück von Gottes Himmel sehen, strahlend und wunderschön.
Und andersherum: Menschen, die sich um niemand scheren, als um ihre eigenen Angelegenheiten; denen alle anderen egal sind, oder gar ihrer Aufmerksamkeit unwürdig; diese Menschen geraten leicht in einen Sog aus Stolz und Überheblichkeit, der sie unweigerlich nach unten zieht, hinein in dunkle Einsamkeit.

„Kümmert euch umeinander“ – das ist nicht so sehr eine moderne Lebensdevise, gell…
Schließlich hat man genug damit zu tun, sich selbst über Wasser zu halten, bei steigenden Lebenshaltungskosten, explodierenden Spritpreisen, Herausforderungen bei der Arbeit und mit der Familie zu Hause.
Nehmen wir Jesus doch probehalber mal beim Wort: schauen wir uns um nach Menschen, die Hilfe brauchen – Zeit, Aufmerksamkeit, ein freundliches Wort oder Hilfe mit der Bürokratie – und finden wir heraus, ob das mit dem Segen und dem Himmelreich wirklich funktioniert. Ich bin gespannt…

Cornelia Letting

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

Wenn Sie den Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia als Mail bekommen möchten, einfach hier Ihre Adresse angeben.

Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen.