Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 25. Februar 2026

Mittwoch, 25. Februar 2026

„Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ Matthäus 17, 5

 Jesus hat eine schwere Zeit vor sich. Es geht auf Golgatha zu, auf seinen Tod und alles Schwere, was damit einhergeht (s. V. 22 – 23).

In dieser Situation hat er eine wunderbare Begegnung mit seinem Vater, dem allmächtigen Gott. Er geht mit Petrus, Johannes und Andreas auf einen Berg, wo er Mose und Elija „trifft“, Vertreter des Alten Bundes, den Gott mit seinem Volk geschlossen hatte.
Aber als Gott selbst spricht, ist nur noch Jesus da, der den Neuen Bund Gottes mit allen Menschen verkörpert, die ihm angehören wollen. Ihn allein sollen die Jünger – und damit auch wir – hören. An ihm hat Gott Wohlgefallen, ihn findet er gut.
Ob Jesus sich in seinen schwersten Stunden daran erinnert hat? Ob es ihm geholfen hat, alle Qualen und alles Schlimme durchzustehen? Jedenfalls wird es ihm Kraft gegeben haben, weiterzugehen, sich mit Pharisäern und begriffsstutzigen Jüngern rumzuärgern, und die bestehenden Ungerechtigkeiten auszuhalten in dem Wissen, dass es nicht für immer so bleiben würde.

Auch für uns heute kann dieses Bekenntnis Gottes zu seinem Sohn eine Hilfe sein. So viele Stimmen gibt es, die gerne gehört werden wollen, so viele Bewegungen, die alle meinen, sie seien die einzig wahren.
Konzentrieren wir uns auf Jesus, Gottes geliebten Sohn. Hören wir auf sein Wort und folgen wir seiner Stimme, dann kann nichts schiefgehen, egal, wie es um uns herum aussieht.
Und folgen wir Gottes Beispiel: ermutigen wir uns gegenseitig, wenn schwierige Zeiten bevorstehen, stehen wir zueinander als Gottes Kinder und helfen wir denen, die die Hoffnung aufgegeben haben.

Cornelia Letting

„Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet, standhaft in aller Bedrängnis. Macht einander Mut, ladet gerne Gäste ein. Zeigt es allen, dass Jesus sie liebt.“ (D. Strauch nach Römer 12, 12) Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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Heilfastenwoche in Vöhringen vom 8. bis 14. März

Die evangelische Kirchengemeinde Vöhringen lädt wieder zur Heilfastenwoche im März ein. Sieben Tage innehalten, verzichten, neu ausrichten: Von Sonntag, 8. März, bis Samstag, 14. März, findet die diesjährige Fastenwoche statt. Veranstaltungsort ist das evangelische Gemeindehaus in Vöhringen in der Beethovenstraße 1.

Eine Anmeldung ist erforderlich, entweder per Mail an haller.ha2@t-online.de oder über das Pfarramt Vöhringen unter der Telefonnummer 07306-8255.

Die Teilnehmenden können das Fasten als eine Zeit des Beschenktwerdens erleben: mehr Klarheit, mehr Ruhe, mehr Zeit für sich, Aufmerksamkeit für das Wesentliche – und die Einzigartigkeit einer Heilfastengruppe durch den motivierenden Austausch.

Der gemeinsame Weg beginnt mit einem Fasten-Spaziergang am Sonntag, 15. März, um 15:30 Uhr. Treffpunkt ist das evangelische Gemeindehaus. Täglich gibt es ein Treffangebot. Impulse, Besinnung und Zeit für Austausch bei einer Tasse Tee begleiten das Fasten in einer stärkenden Gemeinschaft.

Das Heilfasten nach Dr. Otto Buchinger verbindet eine kalorienreduzierte Ernährung mit Tees, Brühen und Säften sowie Bewegung und Ruhe. Es eröffnet die Möglichkeit, den eigenen Umgang mit Nahrung zu überdenken, sich von Gewohnheiten zu lösen und Körper wie Seele zu entlasten – viele erleben diese Tage als einen wohltuenden Neubeginn.

Ich freue mich darauf, diese besonderen Tage gemeinsam mit Ihnen zu erleben.

Ihr Johann Haller
für die Kirchengemeinde Vöhringen.

Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 18. Februar 2026

Mittwoch, 18. Februar 2026

„Es kam eine Furcht über sie alle, und sie redeten miteinander und sprachen: Was ist das für ein Wort? Jesus gebietet mit Vollmacht und Gewalt den unreinen Geistern, und sie fahren aus.“ Lukas 4, 36

Jesus spricht mit Vollmacht. Was er sagt, geschieht – selbst Dämonen müssen das einsehen und verschwinden. Doch auch wenn er „nur“ predigt, den Menschen vom Reich Gottes erzählt und ihnen die Schrift auslegt, tut er das mit solcher Vollmacht, dass die Leute erstaunt sind. (V. 32).

„Vollmacht“, was ist das? Viele Prediger hier in Kenya verwechseln sie mit Lautstärke… Sie schreien rum, stampfen auf der Bühne hin und her und meinen, dann würden sie Eindruck machen – was leider auch oft genug der Fall ist. Andere selbsternannte Propheten stellen völlig abstruse Behauptungen auf und machen ihren Anhängern das Leben so schwer wie möglich. Auch das wird tragischerweise oft mit „Vollmacht“ verwechselt. Gottesdienste, in denen reihenweise Leute „umgeschubst“ werden – vermeintlich durch den Heiligen Geist – sind besonders publikumswirksam und je spektakulärer eine „Show“ ist, desto mehr Zuschauer hat sie.

Ich hab noch nicht die Stelle in der Bibel gefunden, wo Jesus oder der Heilige Geist Leute umwerfen; auch die, wo Jesus die Menschen anschreit, um Eindruck zu machen, fehlt mir bis jetzt.
Wohl kenne ich viele Geschichten, in denen er ganz persönlich und in Ruhe mit Menschen spricht; in denen er Heilung und Vergebung der Sünden schenkt; in denen er Stürme stillt und andere Wunder tut. Dabei sagt er von sich selbst: „Wenn ich aber sein – des Vaters – Werk tue, dann glaubt wenigstens an das, was ich getan habe, wenn ihr schon nicht an mich glaubt. Dann werdet ihr begreifen und erkennen, dass der Vater in mir ist und ich im Vater bin.“ (Johannes 10, 38; Neues Leben).

Jesu Vollmacht kommt aus seiner Verbindung zum Vater. Auf ihn weist er hin, von ihm erzählt er, durch ihn kann er tun, was er tut. Das ist so „publikumswirksam“, dass immer wieder Menschen zum Glauben kommen, oder zumindest ins Nachdenken geraten.

Heute danke ich allen Wortverkündern – Pfarrern, Pastoren, Predigern und ihren Kolleginnen, die ihren Dienst aus der Verbindung mit Gott heraus tun und nicht auf eigenen Ruhm und Reichtum aus sind. Ich bete für sie um wachsendes Verständnis, neue Einsichten aus Gottes Wort und die ständige Rückbesinnung auf Jesus als den Anfänger und Vollender unseres Glaubens (s. Hebräer 12, 2).

Cornelia Letting

Jesus, manchmal ist es schwierig, unter den vielen „Predigern“ die herauszuhören, die wirklich von Dir sprechen, die von Deinem Reich erzählen und Dein Wort verkünden. Oft sind es eher die leisen, ruhigen Stimmen, die vom Lärm der Verstärkeranlagen und Musikboxen übertönt werden. Ich bete, dass Du ihnen hilfst, sich nicht ablenken zu lassen von Deinem Auftrag für sie. Und ich bete für uns alle, dass wir mit Hilfe Deines Geistes wahre Vollmacht erkennen, wo sie vorkommt. Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 11. Februar 2026

Mittwoch, 11. Februar 2026

„Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR.“ Jeremia 31, 20

Der kleine Ephraim und sein Vater – eine unendliche Geschichte von Liebe, Gnade, Barmherzigkeit auf der einen, und Besserwisserei, Sturheit, Ungehorsam, Gejammer und Geheule auf der anderen Seite.
Der Vater in seiner überschwänglichen Liebe hatte sich einen Sohn adoptiert, hatte ihn geliebt und versorgt, aus Gefahrenzonen herausgeholt und ihm alles gegeben, was er brauchte, einschließlich eines guten Landes, in dem Milch und Honig fließen. Er hatte ihn vor Feinden gerettet und ihm Frieden geschenkt.
Der Sohn, Ephraim genannt, fand das anfangs auch sehr toll, fühlte sich geehrt und umsorgt. Aber bald schon stieg ihm seine „Besonderheit“ zu Kopf, er meinte, auch ganz gut selbst zu wissen, was er brauchte und was gut für ihn war. So entfernte er sich von seinem Vater, missachtete die Regeln, die doch für sein eigenes Wohlergehen aufgestellt waren und suchte sein eigenes Glück.
Das ging schon beim ersten Mal schief und alle Male danach. Plötzlich hatte der kleine Ephraim überall Feinde, die ihn bedrängten, die Ernten misslangen, es gab Katastrophen, Streit und Unterdrückung. Da besann sich der Sohn auf seinen Vater und jammerte ihm die Ohren voll, wie schlecht es ihm doch ging und wie der Vater ihn nur so vernachlässigen konnte…!
Und der Vater? Konnte vor lauter Liebe nicht anders, als den Sohn zum x-ten Mal aus seiner Notlage zu retten, ihn neu einzukleiden, ihm zu essen zu geben und ihn seiner Treue zu versichern. Das ging eine Weile gut, aber dann fing der ganze Schlamassel von vorne an…

Eine tragische Geschichte, finden wir? Ein dummer Sohn, der die Liebe seines Vaters so mit Füßen tritt?
Sicherlich, doch bevor wir dazu allzu eifrig nicken, fragen wir uns kurz selbst: Sind wir nicht alle ein bisschen Ephraim?

Cornelia Letting

Lieber Himmlischer Vater, auch mich hast Du in Deiner überschwänglichen Liebe adoptiert und als Dein Kind angenommen, vielen herzlichen Dank dafür!
Verzeih mir bitte, dass ich, wie Ephraim oder Israel, immer wieder meine, ich wüsste selbst besser, was gut für mich ist. Ich will Deine Gebote ernst nehmen, so wie ich auf Deine Liebe und Treue vertraue. Danke, dass Du in Jesus den Kreislauf von Ungehorsam und Schuld unterbrochen hast, damit ich für immer in Deiner Nähe sein kann. Amen.

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 4. Februar 2026

Mittwoch, 4. Februar 2026

„Jesus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“ Johannes 15, 5

„Können wir das schaffen? – Ja, wir schaffen das!“ (Bob der Baumeister); „Yes, we can!“ (USA); “Selbst ist die Frau.“; „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ …
Das sind Parolen unserer Zeit und unserer Gesellschaft. Wir können alles, schaffen alles und machen alles möglich. Wir brauchen niemanden, denn wir sind selber groß.
Dass das weder stimmt noch funktioniert, sehen wir, wenn wir genau hinschauen, in allen Ecken und Winkeln. Menschen leben auf der Straße, werden depressiv, gehen unter im System. Andere werden zwar reicher und mächtiger, sind aber innerlich leer und unglücklich. Und wenn nur ein kleiner Fehler passiert, stürzt ihr ganzes selbstgebautes Luftschloss zusammen und es bleiben nur Trümmer übrig.

Schon vor mehr als 2.000 Jahren hat Jesus erklärt, warum das so ist: „…ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (V. 5b) Das Bild, das er dazu benutzt, ist einfach, aber eindrücklich: eine Rebe vom Weinstock, ein Ast von einem Baum, würde niemals versuchen, aus sich selbst heraus Früchte zu produzieren, das wäre geradezu lächerlich. Nein, die Rebe nimmt Nährstoffe aus dem Weinstock auf und daraus werden – mehr oder weniger von selbst – Trauben.

Wenn eine Rebe vom Stock abgefallen ist, wird sie keine Frucht mehr bringen, auch wenn sie sich noch so „anstrengt“.
Selbst wir Christen erliegen zu oft der Versuchung, aus uns heraus Früchte bringen zu wollen. Wir schaffen und machen und tun, bringen uns in der Gemeinde ein, helfen, wo wir können, sind in sämtlichen Gruppen und Teams, halten Stille Zeit, sind bei allen Veranstaltungen. Das ist an sich sehr gut, nur so kann Gemeinschaft funktionieren und Wachstum entstehen. Wichtig ist aber, dass wir uns dabei immer wieder auf unseren „Weinstock“ Jesus konzentrieren, uns von ihm Nährstoffe und Kraft holen. Sonst laufen wir irgendwann leer und verschrumpeln innerlich.

Ein Trugschluss, dem die Christen in Kenya oft unterliegen – und vielleicht nicht nur hier: ich muss mich anstrengen und viel Frucht bringen, damit die Leute sehen, dass ich zu Jesus gehöre.
Nein, sondern ich darf mich ganz nah an Jesus halten, sein Wort lesen, mit ihm reden, auf ihn hören, seinen Heiligen Geist in mir wirken lassen. Dann, und nur dann, werden Früchte an mir wachsen, die süß und frisch sind, so dass die Menschen um mich herum sie genießen können und selbst auf den „Weinstock“ aufmerksam werden.

Cornelia Letting

Jesus, wie albern muss es aussehen, wenn ich immer wieder versuche, aus mir selbst etwas zu schaffen; wenn ich mich furchtbar anstrenge, am Ende aber einfach nichts dabei herauskommt. Hilf mir bitte, mich vor und bei allem Tun auf Dich auszurichten, meine Kraft aus Dir zu schöpfen, Deinen Heiligen Geist wirken zu lassen und so wirklich etwas zu bewirken zu Deiner Ehre. Amen

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 28. Januar 2026

Mittwoch, 28. Januar 2026

„Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir!“ Psalm 38, 22

Wie schnell es geht, dass so ein Vers vom Abstrakten ins sehr Persönliche wechselt.
Eben noch mache ich mir Gedanken über David, und dass er schreibt, er sei krank vor lauter schlechtem Gewissen, weil er Dinge gegen Gottes Willen getan hat (V. 5 ff.). Das kennen wir auch, oder, dass es uns schlecht geht, wenn etwas im Unreinen ist, dass wir keinen Frieden finden. Ich bewundere David, dass er trotz allem direkt zu Gott geht, ihm sein Leid klagt und um Vergebung bittet (V. 19). Dass er trotz allem sagen kann: „HERR, ich hoffe auf dich.“ (V. 16, Neues Leben)

Dann passieren verschiedene Dinge, und plötzlich bin ich persönlich betroffen. Jemand landet im Krankenhaus und muss dringend operiert werden, ein Freund stirbt, bevor er die Chance auf adäquate Behandlung hatte, jemand aus der Familie bricht sich ein Bein – und das alles in weniger als 24 Stunden.
Kann ich auch sagen: „HERR, ich hoffe auf dich“? Oder bin ich noch mehr im Stadium von: „Verlass mich nicht, HERR…“? Wobei ich selbst ja gar nicht betroffen bin, und vielmehr die anderen Gottes Hilfe und Gegenwart brauchen. Aber es ist schwer für Kontrollfreaks wie mich, nichts tun zu können und warten zu müssen, was weiter passiert.
Darf ich weinen und ein bisschen jammern, und kann trotzdem darauf vertrauen, dass Gottes Wille geschieht und er für die Seinen sorgt?

Manchmal spricht Gottes Wort direkt in unser Leben, bleibt nicht ein Text in einem Buch, sondern verbindet uns durch den Heiligen Geist direkt mit unserem Himmlischen Vater. Durch die Bibel gibt er uns Trost, fordert uns heraus und verspricht Dinge wie: „…siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28, 20)

Daran will ich mich festhalten, wenn alles aus den Fugen gerät. Und wenn ich nicht mehr festhalten kann, weiß ich doch, dass mein Guter Hirte mich nicht loslässt.

Cornelia Letting

Himmlischer Vater, manchmal kommt alles auf einmal und ich hab das Gefühl, es wird zu viel. Vielen Dank für all die Zeiten, in denen gar nichts Schlimmes passiert ist, in denen Du mich und meine Lieben bewahrt hast, ohne dass ich es überhaupt gemerkt hab. Jetzt bitte ich Dich um Geduld, Durchhaltevermögen und Vertrauen für mich; und ich bitte Dich um Heilung, Trost und Frieden in den Herzen derer, die Deine Hilfe brauchen. Amen.

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Cornelias Mittwochsbrief aus Kenia, 21. Januar 2026

Mittwoch, 21. Januar 2026

„Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?“ Psalm 42, 3

„Obey your thirst” – höre auf deinen Durst – war vor Jahren der Werbeslogan einer bekannten Limonadensorte. Wir sollten unserem Gefühl folgen und nicht lange nachdenken, sondern den nächsten Kühlschrank aufsuchen.
Durst ist ein Zeichen dafür, dass dem Körper Flüssigkeit fehlt. Es wäre also tatsächlich dumm, ihn zu ignorieren, denn auf Dauer trocknen wir dann aus. Die Frage ist nur, womit stillen wir unseren Durst? Limo ist zwar lecker, aber nicht sehr gesund, genau wie so einige andere Getränke, die gut schmecken, aber wenig helfen. Wasser ist eine Option, auch wenn manche sagen, das wäre nur zum Waschen da…

Vor einigen Jahren waren wir in Turkana, einer Wüstengegend im Norden Kenyas. Ich bin es aus Tinderet gewohnt, dass die Kinder nach Süßigkeiten fragen, wenn sie mich auf der Straße treffen. Dort aber fragen sie nicht nach „sweets“, sondern nach Wasser – das hat mich zutiefst erschüttert! Viele Menschen – vor allem Frauen und Kinder – laufen jeden Tag bis zu 50 km, um Wasser für die Familie zu besorgen. Sauberes Wasser, vielleicht sogar aus einem Hahn, ist für sie kostbares Gut, während ich „nur“ Wasser zum Trinken auf Dauer schon etwas langweilig finde.

Auch unsere Seele kann durstig sein, wenn ihr etwas fehlt: Anerkennung, Liebe, Lob, Geborgenheit… Womit stillen wir diesen Durst? Mit Lebensratgebern, 12-Schritte-zum-Glück-Programmen, Diäten und Religionen? Mit toxischen Beziehungen, Manipulation, oder gar Gewalt und Aggression, wenn der Durst zu schlimm wird?

Ich denke, der Einzige, der all unseren Seelen-Durst wirklich stillen kann, ist Gott persönlich. Der Psalmschreiber hat das erkannt: „Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.“ (V. 2 – 3) Alle anderen „Süßgetränke“ für die Seele hinterlassen einen schalen Geschmack und machen auf Dauer eher noch mehr durstig.

Im Johannesevangelium im siebten Kapitel sagt Jesus: „Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken!“ (V. 37, Neues Leben)
Hören wir auf unseren Durst, und gehen wir zu der einzigen Quelle, der ihn wirklich stillen kann: Jesus Christus.

Cornelia Letting

“Wasser des Lebens fließt wie ein Strom vom Himmel her, von Gottes Thron. Es überflutet das dürre Land. Das ist der Segen aus Gottes Hand.
So weit, so klar, so tief und so nah, im Strom der Gnade schwimme ich, und Deine Liebe fließt durch mich. So weit, so klar, so tief und so nah, so wie ein grenzenloses Meer ist Deine Güte um mich her.
Nimm meine Hände, nimm meinen Geist, nimm, was ich habe, nimm, was ich weiß und still diese Sehnsucht ganz tief in mir, denn das, was gut ist, kommt, Gott, von Dir.“ (Lothar Kosse)

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Konzert mit Albert Frey & Band am 25. April in Illerrieden

Am Samstag, 25. April 2026 wird der christliche Liedermacher Albert Frey mit Band in der Heilig-Kreuz-Kirche Illerrieden ein Konzert geben. Es wird ein Abend voller Lobpreis, Gemeinschaft und Erneuerung mit einladender Musik und berührenden Texten aus der Feder von Albert Frey werden.
Veranstalter ist Evangelische Kirchengemeinde Donau-Iller-Riß. Den Erlös erhält der Förderkreis für krebskranke Kinder im Allgäu e.V.

Beginn 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr
Vorverkauf 20 €, Abendkasse 22 €
Ticketvorverkauf bei www.cvents.eu oder willy.paal@web.de (0173 857 9005), ralf@diegritz.de (0177 867 2665) oder über folgenden QR-Code: