Cornelias Mittwochsbrief, 17. Juni 2026

„Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.“ 1.Timotheus 4,10

Tagaus tagein bekommen wir gesagt, worauf wir unsere Hoffnung setzen sollen: das Ende des Irankriegs, Steuersenkungen, Mietpreisdeckel; Beauty-Produkte für sie und ihn, Tabletten für und gegen alles Mögliche und Versicherungen für jeden Fall …
Auch innerhalb der Kirche Christi sind wir davor nicht gefeit. Wir sollen dieses tun oder jenes lassen, nur so kann man selig werden, die anderen (Denominationen) haben das noch nicht verstanden. Leider werden diese Hoffnungen alle früher oder später enttäuscht werden, sie werden in sich zusammenfallen, weil sie kein Fundament haben.

Paulus warnt seinen jungen Mitarbeiter Timotheus davor, sich in all diesen „Drum-herums“ zu verlieren und bringt ihn zurück zum Kern der Sache: „Wir arbeiten hart und leiden dabei viel, denn unsere Hoffnung ist der lebendige Gott. Er ist der Erlöser aller Menschen, insbesondere der Gläubigen.“ So der ganze Vers nach der Übersetzung Neues Leben.
Der lebendige Gott ist die einzige Hoffnung, die niemals sterben wird, Jesus Christus ist der Erlöser aller Menschen. Wenn wir auf ihn vertrauen, werden wir durch alle harte Arbeit und alles Leiden hindurchkommen und in Ewigkeit mit ihm leben.
Auf diesem Fundament für unseren Glauben können wir fest stehen und dann bei allem anderen entscheiden, ob es wirklich wichtig ist oder nicht.

Warum schreibt Paulus wohl „besonders der Gläubigen“? Geht es dabei um ein Ausschlussverfahren, um „uns“ und „die anderen“?
Ich glaube nicht. Jesus ist der Heiland aller Menschen, das steht hier und an vielen anderen Stellen in der Bibel ziemlich deutlich. Und wir müssen – oder können – nichts dafür tun, um uns das zu verdienen oder zu erarbeiten. Es ist ein Geschenk, aber ein Geschenk erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn man es annimmt. Als Gläubige haben wir dieses Gottesgeschenk angenommen und können uns an der Hoffnung freuen, die damit einher geht.

Arbeiten wir darauf hin, dass noch viele andere Menschen es annehmen und sich mit uns freuen können, denn Gott möchte, „dass jeder gerettet wird und die Wahrheit erkennt“ (Kap. 2, 4, NL).

Cornelia Letting

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Johannes 3, 16; NL)) Amen.

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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