
„Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach, füreinander und für jedermann.“ 1. Thessalonicher 5, 15
„Es gibt das Böse und es gibt das Gute, und es gibt den Raum dazwischen. … Das Böse gedeiht, wenn gute Menschen den Raum dazwischen wählen.“ (aus A. Barratt, „Die Apotheke der Hoffnung“)
Es scheint schwierig zu sein mit dem „Guten“. Es muss gejagt werden, oder gesucht, wie es im Losungstext für heute heißt: „Suchet das Gute und nicht das Böse, auf dass ihr lebet.“ (Amos 5, 14)
Das Gute passiert nicht einfach von selbst. Wenn wir uns nicht deutlich dafür entscheiden, wird das Böse wachsen (s.o.). Mit Abwarten und Aussitzen ist es nicht getan, wie es aussieht. Nur ein klarer Standpunkt für das Gute, mit den entsprechenden Konsequenzen in unserem Verhalten, wird das Böse im Schach halten.
Das Böse, was ist das überhaupt? Ich würde denken, unter Böses fällt all das, was Gott nicht gefällt und was uns von ihm wegtreibt oder fernhält. Es erscheint in vielfältiger Form und am liebsten verdeckt.
Und was ist dann das Gute? Wie finden wir es, wenn es so „flüchtig“ ist? Woher wissen wir, was richtig und was falsch ist? Dazu fällt mir ein, dass wir vielleicht nicht „das“ Gute suchen sollten, sondern „den“ Guten – Jesus Christus, Gottes Sohn. Er ist unser Guter Hirte (s. Psalm 23) und er weiß genau, wo und wie das Gute zu finden ist.
Wenn wir uns an ihn halten und das tun, was er uns aufträgt, dann sollten wir zielsicher auf das Gute stoßen und es auch erkennen können.
Lassen wir uns also nicht einreden, dass „schon alles gut“ wird. Das wird es nur, wenn wir uns klar dazu bekennen und uns nicht im „Raum dazwischen“ rumdrücken.
Cornelia Letting
Himmlischer Vater, viel zu oft denke ich, schlimme Dinge werden von allein vorbeigehen, wenn ich mich ganz still verhalte. Leider weiß ich inzwischen auch, dass das nicht funktioniert. Hilf mir bitte, mich klar zu Dir, zum Guten, zu bekennen und es nach Kräften umzusetzen. Amen
Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.
