Cornelias Mittwochsbrief, 19. August 2026

„Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“ Matthäus 24, 44

Wie wär’s mit heute Nachmittag? Oder nächsten Sonntag? – Ui, da fährt uns der Schrecken in die Glieder, gell.
Wie ist das mit Jesus und seinem Wiederkommen? Manchmal denke ich, weil da steht, dass es keiner weiß, rücken wir das Ganze in weite Ferne und kümmern uns erstmal um unsern Alltag.
Sich um heute kümmern und dieses Leben leben, wie Gott es uns gegeben hat, ist sicher in Ordnung, nirgendwo steht, dass wir uns hinsetzen und warten sollen, bis es vorbei ist.
Meine kenyanischen Freundinnen und Freunde sind mir da ein großes Vorbild. Sie schaffen und machen Pläne, aber immer mit dem Zusatz – oft auch laut ausgesprochen – „es sei denn, Jesus kommt vorher wieder“.

Im 24. Kapitel des Mattäusevangeliums malt Jesus ein grausliges Bild von dem, was passieren wird, bevor das Ende kommt – und manches davon kommt mir aus den aktuellen Nachrichten bekannt vor…
Aber ich denke, das ist nicht das, worauf wir uns konzentrieren sollten. Denn das Ende, das hier auf der Erde kommt, ist ja nur das Ende von dem, was wir kennen. Das, woran wir uns gewöhnt haben, mit dem wir mehr oder weniger zu kämpfen haben und an dem wir schon ein bisschen hängen.
Worauf es ankommt, ist doch eigentlich das, was danach kommt – der Himmel, das neue Jerusalem, ewiges Leben in Gemeinschaft mit unserem dreieinigen Gott. Und meine wichtigste Frage sollte sein: bin ich bereit dafür? Hat Jesus mein Leben so gestalten dürfen, dass ich Platz habe in der Nähe des heiligen Gottes? Habe ich sein Opfer zur Vergebung meiner Sünden angenommen? Darf er mich zurechtpressen und -schleifen, damit aus dem ollen Stück Kohle irgendwann ein kleiner Diamant wird?
Im Idealfall passieren diese Dinge während dem, was wir das Leben nennen. In unserm Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen, im Austausch mit Gott im Gebet und beim Lesen in seinem Wort.

Lassen wir uns keine Angst machen von all dem, was gerade so passiert und von den Horrorszenarien, die auch in der Bibel beschrieben sind. Konzentrieren wir uns auf das, was wir noch tun können, während wir „hier“ sind, zum Wohl der Schöpfung und der Leute um uns herum. Bleiben wir eng an Jesus dran und hören, was er uns zu sagen hat.

Dann können wir das Leben hier gut zu Ende bringen und immer daran denken: The Best is yet to come – Das Beste kommt erst noch!

Cornelia Letting

„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Und auch das Meer war nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen wie eine schöne Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: „Siehe die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.“ (Offenbarung 21, 1 – 4; Neues Leben) Amen

Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.

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