
„Das Volk verwunderte sich, als sie sahen, dass die Stummen redeten, die Verkrüppelten gesund waren, die Lahmen gingen und die Blinden sahen; und sie priesen den Gott Israels.“ Matthäus 15, 31
Sich verwundern, staunen, positiv überrascht sein – ich wünsche uns, dass uns das niemals abhanden kommt. Die Gefahr ist da, oder? Inmitten von Technologie, Fortschritt und „wir können alles erreichen“ staunen eigentlich nur noch die, die nicht mithalten können. Die, die nicht auf dem Laufenden sind und von all dem keine Ahnung haben. Wo alles erklärbar wird, alles bis ins kleinste Detail erforscht ist, da kann es passieren, dass es nichts „Wunderbares“ mehr gibt, nichts, das uns zum Staunen bringt.
Damit geht dann aber auch eine zweite Gefahr einher: wen preisen wir? Wen loben wir für all das, was möglich ist? Für die „Wunder der Technik“ und für medizinische Fortschritte, für Mondlandungen und Chemotherapie? Wie oft ehren wir die Erfinder, die Entdecker und Möglichmacher – und vergessen dabei den eigentlichen Erfinder und den größten Möglichmacher?
Ich will mir das Staunen bewahren über die kleinen und großen Errungenschaften der Wissenschaft und dafür den Gott Israels – meinen himmlischen Vater – ehren, loben und preisen.
Cornelia Letting
Allmächtiger Gott, mein himmlischer Vater, wie spannend ist es, wenn Wissenschaftler wieder etwas über Deine Schöpfung herausfinden, ein Rätsel lösen oder etwas von Deinen Ideen verstehen lernen. Bitte hilf ihnen und uns allen, Dich als den Urheber aller Dinge nicht zu vergessen. Lehre uns zu staunen über die kleinen und großen Wunder, die Du immer noch tust. Amen
Seit 2008 lebt unser Vöhringer Gemeindeglied Cornelia Letting (geborene Halle) auf der Station Tinderet im westlichen Hochland Kenias, die vom Missionswerk DIGUNA („Die Gute Nachricht für Afrika“) unterhalten wird. So haben Cornelias biblische Besinnungen einen besonderen Erfahrungshintergrund.
